Vertragsrecht: Immer auf der sicheren Seite!

Gewerbetreibende sind in ihrem unternehmerischen Alltag ständig mit Verträgen konfrontiert. Angefangen mit dem Gewerbemietvertrag für die Büro-, Lager- oder Wirtschaftsräume über verschiedene Werks-, Kauf- und Dienstleistungsverträge mit Geschäftspartnern und Kunden bis hin zu den Arbeitsverträgen für Mitarbeiter und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Dabei ist die Ausgestaltung rechtssicherer Verträge eine echte Mammutaufgabe, die Laien ohne juristische Unterstützung kaum bewerkstelligen können. Es reichen schon kleine Formulierungs- oder Formfehler, um einen Vertrag angreifbar zu machen. Gehen Sie kein Risiko ein! Als spezialisierte Anwälte für Vertragsrecht sind wir kompetente Berater für Unternehmer und Gewerbetreibende  sowie starke Verteidiger, wenn es zum Konflikt mit dem Vermieter, mit Geschäftspartnern oder Kunden kommt.

Verträge prüfen lassen und Schwachstellen finden

Ob es sich um Ihre geschäftsinternen Verträge handelt oder Sie nach Schwachstellen in externen Verträgen bspw. mit Ihrem Vermieter oder Lieferanten suchen: Als erfahrene Anwälte auf dem Gebiet des Vertragsrechts sind wir gern an Ihrer Seite. Wir haben viel Erfahrung darin, in allen Arten von Gewerbe-Verträgen Fehler und Unklarheiten aufzudecken und zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Selbstverständlich übernehmen wir auch die Beratung, wenn Sie selbst neue Verträge aufsetzen wollen oder kümmern uns um die umfassende Prüfung von Verträgen, bevor Sie diese unterschreiben. Rufen Sie uns einfach an und schildern Sie uns Ihren Fall! Wir beraten Sie schnell und unkompliziert! Sollte es bereits zum Streitfall gekommen sein, vertreten wir Sie auch gern vor Gerichten in Berlin und deutschlandweit.

Wenn Sie Ihren Gewerbemietvertrag vorzeitig kündigen wollen
Es gibt viele Gründe, warum ein Gewerbemietvertrag gekündigt werden soll. Allerdings ist es aufgrund der üblichen Befristungen nicht immer leicht, vorzeitig aus dem Vertrag herauszukommen. In Zeiten, wenn das Geschäft schlecht läuft, stellt sich die Frage, welche Gründe es für eine außerordentliche Kündigung des Gewerbemietvertrages geben kann. Nicht immer sind diese offensichtlich, doch es gibt zwei Ansätze, die einen genaueren Blick wert sind:

Anwalt Berlin für Vertragsrecht

Unklarheiten bei der Flächenberechnung
Der Bundesgerichtshof (BGH) bestimmte in seinem Urteil vom 4. Mai 2005 (Az. XII ZR 254/01), dass eine Flächenabweichung von 10 Prozent bereits erheblich die Gebrauchstauglichkeit der Mietsache beeinträchtigt. Denn: Die Miethöhe bemisst sich nach der vermieteten Fläche. Steht tatsächlich weniger Fläche zur Verfügung, ist die Berechnungsgrundlage fehlerhaft. Nun ist oftmals völlig unklar, wie diese Flächenberechnung vorgenommen wurde. Oft findet sich der Hinweis auf die DIN-Norm 277, doch dieser ist nicht ausreichend, da es laut DIN 277 verschiedene Flächen gibt, die unterschiedlich berechnet werden. Neben der Fläche der eigentlichen angemieteten Räumlichkeiten fließen in die Berechnung der Gewerbemiete auch Anteile von sogenannten Allgemeinflächen ein. Wie diese sich zusammensetzt, ist meistens auch völlig unklar.

Da wundert es nicht, wenn die von Mietern beauftragten Gutachter regelmäßig zu dem Schluss kommen, dass die Flächenberechnung eklatant von der tatsächlichen Fläche abweicht. Manchmal steht noch nicht einmal die Art und Weise, auf welcher Grundlage die Flächenberechnung durchgeführt wurde, im Mietvertrag. In solchen Fällen haben Sie gute Chancen, den Gewerbemietvertrag vorzeitig beenden zu können. Sprechen Sie uns an! Wir kennen die möglichen Schwachstellen eines Gewerbemietvertrags genau und wissen, wie wir diese für Sie nutzen können.

Formfehler bei der Einhaltung der Schriftform
Natürlich wissen Sie, dass Mietverträge schriftlich abgefasst werden sollten. Die Praxis sieht trotzdem oft noch anders aus. Denn: Das übliche Hin- und Hersenden von Willenserklärungen und Verträgen reicht nicht aus, um die erforderliche Schriftform zu erfüllen. Tatsächlich müssen beide Vertragsparteien eine Urkunde anfertigen, in der alle wesentlichen Bestandteile des Vertrags niedergeschrieben sind und die von beiden Seiten unterschrieben wird. Dem Grundsatz der Urkundeneinheitlichkeit folgend, sollten alle Vertragsinhalte, Anlagen und Pläne als fortlaufender Text angefertigt oder mindestens durch Paginierung verbunden werden. Nicht nur beim Abschluss, sondern besonders bei Vertragsverlängerungen und -anpassungen ist das umso wichtiger. Denn: Es gilt, was schriftlich an einer Stelle festgehalten und von beiden Seiten unterschrieben worden ist. Nebenabsprachen, besonders mündliche, sind im Zweifel ungültig oder führen dazu, dass der Vertrag nach Ablauf eines Jahres seit der Überlassung mit ordentlicher Frist kündbar ist.

Nachlässigkeiten öffnen einer vorzeitigen Kündigung des Gewerbemietvertrags die Türen. Lassen Sie Ihre Verträge und Unterlagen von uns prüfen! Wir kennen die rechtlichen Vorgaben im Detail und wissen, wie das geltende Recht in der Praxis angewendet wird. Lassen Sie formbedingte Schwachstellen nicht ungenutzt!